Bewegung als Kunst – die Evolution der Movement Arts

Movement Arts im Personal Training – Mehr als nur Fitness

Bewegung als Kunst – die Evolution der Movement Arts

Bewegung ist so alt wie der Mensch selbst, doch die Art und Weise, wie wir sie kultivieren, hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Während traditionelle Trainingsformen oft isolierte Bewegungsmuster betonen, setzen Movement Arts auf fließende, ganzheitliche Bewegungsabläufe, die Kraft, Koordination und Mobilität miteinander verbinden. Sie kombinieren Kampfkünste, Yoga, Mobility-Training und natürliche Bewegungsmuster zu einem umfassenden Trainingsansatz, der den Körper nicht nur stärkt, sondern auch geschmeidiger und widerstandsfähiger macht.

Darüber hinaus sind diese Bewegungen evolutionär gesund für unseren Körper. Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, sich in unterschiedlichen Ebenen und Mustern zu bewegen – zu springen, zu klettern, zu rennen, zu krabbeln und zu rollen. Unsere Vorfahren waren Jäger und Sammler, die sich nicht nur linear, sondern durch komplexe Bewegungsmuster fortbewegten. Moderne Bewegungsformen wie Movement Arts greifen genau diese natürlichen Muster wieder auf, wodurch der Körper in seiner ursprünglichen Funktion gefördert und gestärkt wird.

Die Pioniere der Movement Culture

Der Begriff "Movement" als eigenständige Disziplin wurde maßgeblich von Ido Portal geprägt, einem israelischen Trainer und Kampfkünstler, der Bewegung als eine ganzheitliche Praxis versteht. Sein Ansatz kombiniert Capoeira, Gymnastik, Tanz, Kampfsport und funktionelles Krafttraining zu einem einzigartigen System. "Movement Culture", wie er es nennt, ist keine festgelegte Trainingsmethode, sondern eine Philosophie, die sich stetig weiterentwickelt.

Ein weiterer bedeutender Vorreiter ist Erwan Le Corre, ein französischer Bewegungsexperte und Gründer von MovNat(Natural Movement). Inspiriert von Georges Hébert, einem Pionier der natürlichen Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, entwickelte Le Corre ein System, das Menschen zurück zu instinktiven, ursprünglichen Bewegungen führt – Klettern, Springen, Tragen, Balancieren und Krabbeln.

Auch Cameron Shayne, der Schöpfer von Budokon, hat zur modernen Movement-Bewegung beigetragen. Budokon kombiniert Yoga, Mobility, Animal Locomotion und Kampfkünste zu einem fließenden, athletischen Stil, der sowohl den Körper als auch den Geist trainiert.

Warum Movement Arts so effektiv sind

Klassische Fitnessprogramme konzentrieren sich oft auf isolierte Muskelgruppen oder lineare Bewegungen. Doch der menschliche Körper ist dafür gemacht, sich in alle Richtungen zu bewegen – zu springen, zu rollen, zu klettern, zu kämpfen. Movement Arts im Personal Training greifen genau dieses natürliche Bewegungsmuster auf und optimieren es.

Die Vorteile im Überblick:

  • Evolutionär natürliche Bewegungsmuster – Unterstützung der ursprünglichen Funktionsweise des Körpers durch vielseitige, instinktive Bewegungen.

  • Ganzheitliche Kraft & Kontrolle – Stärkung des gesamten Körpers, von der Tiefenmuskulatur bis zur Koordination.

  • Mehr Mobilität, weniger Verletzungen – Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und Reduktion von Fehlhaltungen.

  • Funktionelle Fitness für den Alltag – Effizientere und sicherere Bewegungsabläufe im täglichen Leben.

  • Mentale Stärke & Fokus – Verbindung von physischem und mentalem Training zur Stärkung von Konzentration und Resilienz.

  • Kombination aus Kraft & Geschmeidigkeit – Bewahrung der Flexibilität und Dynamik des Körpers.

Wissenschaftliche Studien zu den Effekten von Movement Arts

Während viele Aspekte der Movement Culture noch relativ jung sind, gibt es bereits Studien, die die positiven Effekte von Movement Arts belegen:

  • Eine Meta-Analyse zur Tanz- und Bewegungstherapie zeigt, dass Bewegung eine positive Wirkung auf das psychische Wohlbefinden hat, indem sie emotionale Ausdrucksfähigkeit und soziale Interaktion fördert (Academia).

  • Eine Studie zur Verbindung zwischen Bewegung und Emotionen belegt, dass bestimmte Bewegungsmuster positive Gefühle wie Freude verstärken können (PubMed).

  • Eine systematische Übersichtsarbeit hat gezeigt, dass körperliche Aktivitäten wie Yoga und funktionelles Krafttraining zur Reduktion von Depressionssymptomen beitragen können (BMJ).

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass ein vielseitiger Bewegungsansatz nicht nur den Körper, sondern auch den Geist stärkt. Zudem wird durch die Wiederaufnahme natürlicher Bewegungsmuster ein Gleichgewicht zwischen Mobilität, Kraft und Stabilität geschaffen, das langfristig zur Gesundheitsförderung beiträgt.

Movement Arts im Personal Training – individuell und vielseitig

Jeder Mensch bewegt sich anders. Genau deshalb sind Movement Arts im Personal Training so effektiv. Statt starrer Übungen werden Bewegungsabläufe individuell angepasst, um gezielt Schwächen auszugleichen und Stärken zu fördern. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um das Gefühl für Bewegung.

Ob für Athleten, Kampfsportler oder Einsteiger – Movement Training verbessert Körperwahrnehmung, Mobilität und Leistungsfähigkeit auf einem neuen Level. Es ist kein Trend, sondern eine Rückkehr zu natürlicher, funktioneller Bewegung.

Fazit: Mehr als nur Training – eine Bewegungskultur

Movement Arts im Personal Training sind weit mehr als eine Mischung aus Yoga, Mobility und Kampfkunst. Sie sind eine neue Art, sich mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen, ihn zu verstehen und effizient zu nutzen. Die Pioniere wie Ido Portal, Erwan Le Corre, Cameron Shayne und viele andere haben bewiesen, dass wahre Fitness nicht aus Maschinen oder isolierten Übungen besteht – sondern aus der Fähigkeit, den Körper in jeder Situation zu kontrollieren.

Wer sich auf diesen Ansatz einlässt, entwickelt nicht nur physische Stärke, sondern auch eine tiefere Verbindung zur eigenen Bewegung. Durch die Rückkehr zu evolutionär gesunden Bewegungsmustern wird nicht nur die Fitness optimiert, sondern auch langfristig die Gesundheit gefördert.

Forget routines. Flow with movement.